Tote, Zerstörung und Aufräumarbeiten nach Sturm mitten in Trockengebiet

Wie gestern bereits berichtet, hat der Sturm „Harry“ in mehreren Mittelmeer-Ländern für zahlreiche Zerstörungen gesorgt. Inzwischen ist das Ausmaß dessen erkennbar. Starkregen von bis zu 230mm hat auf Sizilien, Malta, in Libyen, Tunesien und Griechenland zahlreiche Zerstörungen hinterlassen. Teilweise stürzten Mauern in Küstennäher unter der enormen Last der Wassermassen zusammen. In mehreren Städten wird von flutartig gestiegenem Meeresspiegeln berichtet die mehrere Häfen mit hunderten Booten zerstört haben. Allein in einer tunesischen Hafenstadt wurden 5 Tote geborgen. In Tunesien ist das Militär mit Rettungs- und Aufräumarbeiten beauftragt wurden, da die lokalen Behörden völlig überfordert sind. Im ebenfalls (erneut) betroffenen Derna, Libyen, hatte bereits 2023 eine Flutwelle rund 5000 Menschen getötet.

Auffällig ist, dass der Großteil des betroffenen Gebietes mitten in einem Trockengebiet liegt. Die ganze Region leidet seit Jahren unter einer zunehmenden Dürre, die auch die örtliche Landwirtschaft bereits nachhaltig verändert hat. Olivenernten sind mancherorts nicht mehr möglich. Bauern geben auf und wandern ab. Trinkwasser ist z.B. in Tunesien seit Monaten besonders knapp, der Zustand hat sich durch den Regen in Küstennähe leider nicht geändert.

https://taz.de/Klimafolgen/!6147744/


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